Wie sind die "Regi`s Grip" Quilthandschuhe entstanden?


Wer bin ich?

Ich bin Regina Balcarczyk und 71 Jahre alt.

Schon im Kindertagen habe ich genäht und für mich und meine Familie Kleider oder auch Puppen geschneidert. Und bis zum heutigen Tag schneidere ich; zuletzt Abi- und Hochzeitskleider für meine Enkel.

 

Aber meine wahre Leidenschaft ist seit ca. 12 Jahren Patchwork und Quilting. Dabei sind Quilts mehr als nur die Zusammenstellung von geometrischen Formen. Die unterschiedlichsten Einzelteile werden in langwieriger Arbeit durch das Quilten zu einer umfassenden Einheit verbunden, die eine Geschichte erzählt. Quilts spiegeln das Fachwissen, die Werte und die Kultur der Hände wider, die sie berührt haben.


Quilten: ein langwieriger Arbeitsprozess

Beim maschinellen Freihandquilten kommt es auf Präzision und damit auf die gleichmäßige Handführung an. Darüber hinaus ist die Herstellung von Quiltprodukten ein sehr langwieriger Arbeitsprozess. Das heißt, die Hände benötigen einen gewissen Halt auf den drei Stofflagen, um nicht abzurutschen. Gleichzeitig ist aber auch eine gewisse Beweglichkeit nötig, um die vereinzelt stark verschnörkelten Muster nähen zu können, die zugleich die drei Stoffschichten miteinander verbinden.

 

Zur Arbeitserleichterung gibt es auf dem Quilt-Markt spezielle Handschuhe, allerdings erfüllen sie nicht ihren Zweck. Zum einen ist der Stoff immer noch zu dick und nicht ausreichend anschmiegsam für präzises Quilten. Gleichzeitig ist es auf Dauer nicht möglich sowohl die Kontrolle über die Handbewegungen, als auch die nötige Flexibilität zum Musternähen zu gewährleisten. Das Hauptproblem ist aber, dass die Hände unter dem Stoff schwitzen, was das Arbeiten erheblich beeinträchtigt. Manche meiner Quilt-Freundinnen kauften sich sogar Gartenhandschuhe zum Arbeiten, aber diese waren eigentlich viel zu dick und unflexibel.


Entstehung von Regi´s Grip

Als ich im Mai 2016 bei einen Patchwork-Kurs auf der Messe in Karlsruhe war, waren die dort gestellten Quiltaufgaben besonders knifflig und man musste sehr präzise arbeiten. Aber selbst ist die Frau: Aus der Not heraus keine geeigneten Handschuhe zu besitzen, kam mir die Idee selbst Handschuhe zu entwerfen, denn

 

1)     der Quilthandschuh braucht keine 5 Fingerlinge, denn eigentlich benötig man nur drei

2)     und warum nicht einen Handschuh kreieren aus einem leichten und luftigen Stoff.

 

So war die Idee auf der Karlsruher Messe geboren und ich fing an fieberhaft diese umzusetzen. Die finale Entwicklung der Handschuhe hat fast zwei Jahre gedauert. In dieser Zeit habe ich sehr viele Quilthandschuhe genäht, getestet und auch verschiedene Muster entworfen, um einen praktischen und zugleich eleganten Quilthandschuh zu entwickeln.

Viele Freunde und Familie haben mir bei der Umsetzung geholfen, mein Sohn verhandelte mit unterschiedlichen Produzenten, meine Freunde halfen mir beim Testen, dem Verpacken der Handschuhe, bei dem Stand auf der Messe, beim Aufbau dieser Webseite und nicht zuletzt und mit das Schönste, bei der Namenfindung des Handschuhs und der Erstellung des Logos von „Regi‘s Grip".

 

Der Kreis schließt sich im Mai 2018 auf der Messe in Karlsruhe. Diesmal war ich nicht als Teilnehmer dort, sondern mit meinem eigenen kleinen Messestand und führte den Besuchern „Regi’s Grip" vor. Das war ein toller Erfolg! Die Messebesucher waren ziemlich begeistert. Seitdem kursieren meine Handschuhe auch in Videos und Fotos auf Facebook- und Instagram-Accounts von unterschiedlichen Menschen in unterschiedlichen Teilen der Welt.

 

Ich bin mit 71 Jahren und in Rente wohl noch beschäftigter als je zuvor. Tja, was soll ich sagen - ich liebe meinen „Regi’s Grip".